CMD Therapie
Berlin Wedding
Was ist CMD?
CMD steht für „craniomandibuläre Dysfunktion“: Es handelt sich um eine Funktionsstörung des Kiefergelenks, die sich über Knochen und Muskulatur in den ganzen Körper fortsetzen und dort erhebliche Beschwerden auslösen kann. Viele Menschen leiden jahrelang an chronischen Schmerzen und suchen verschiedenste Spezialisten auf, ohne der Ursache auf die Spur zu kommen. Wer vermutet auch, dass der Grund für die Rückenschmerzen im Kiefer zu suchen ist? Die Zahnärzte am Weddingplatz setzen zur Behandlung der CMD auf eine sorgfältige Anamnese, ganzheitliche Diagnostik und eine umfassende Therapie, die im engmaschigen Netzwerk von Zahnmedizinern, Kieferorthopäden, Orthopäden, Physiotherapeuten und Psychologen stattfindet.
Was sind die Ursachen der CMD?
Auf folgende Ursachen lässt sich eine CMD gemeinhin zurückführen:
Ungleichgewicht des rechten und linken Kiefergelenks (arthrogene CMD): Das Kiefergelenk ist ein anatomischer Sonderfall, da es aus zwei Gelenken besteht, die im Idealfall exakt snychron arbeiten. Tun sie das nicht, bedeutet das, dass die Kiefermuskulatur ungleich belastet wird. Langfristig führt das zu Verspannungen, die sich über die Nacken- und Schultermuskulatur und entlang der Wirbelsäule bis in die unteren Extremitäten fortsetzen kann.
Zahnfehlstellungen (okklusiogene CMD): Bei geschlossenem Mund fungieren die Zähne im besten Fall als Stützen der Kiefergelenke. Voraussetzung dafür ist ein gleichmäßiger Zahnkontakt. Liegen Fehlstellungen vor, können die Zähne ihrer Stützfunktion nicht richtig nachkommen und die Kiefergelenke sitzen schief auf.
Muskuläre Verspannungen in Hals und Nacken (muskuläre CMD): Wenn sich Dysbalancen im Kiefergelenk auf die Hals- und Nackenmuskulatur auswirken, funktioniert das auch umgekehrt: Chronische Verspannungen in diesem Bereich setzen sich in die Kiefergelenke fort.
Sie haben den Verdacht, an einer CMD zu leiden? Dann kontaktieren Sie uns!
Was sind typische Symptome der CMD?
Die CMD äußert sich als Komplex vielseitiger Beschwerden, die von Patient zu Patient stark variieren. Folgende Symptome können Anzeichen für eine CMD sein.
Symptome an Kopf und Gesicht
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Ohrenschmerzen
- Zungenbrennen
- Taubheitsgefühle im Mund
- Sehstörungen
Symptome an Zähnen und Kiefer
- Kieferschmerzen
- Zahnschmerzen
- Kaubeschwerden
- Kieferknacken
- Kiefersperre
- Störende Zahnkontakte
- Mund öffnet sich nicht richtig
Symptome an Nacken und Hals
- Nackenschmerzen
- Eingeschränkte Kopfdrehung
- Halsschmerzen
- Kloß im Hals
- Häufiges Räuspern
- Schluckbeschwerden
Symptome an Rücken und Gliedmaßen
- Rückenschmerzen
- Knieschmerzen
- Hüftschmerzen
- Taubheitsgefühle in Händen und Fingern, Füßen und Zehen
- Beinlängendifferenz
Seelische Symptome
- Müdigkeit und Schlaflosigkeit
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Stimmungsschwankungen
- Depressive Verstimmungen
Sie leiden an einigen der genannten Symptome und wissen nicht, warum? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit uns!
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CMD-Therapie
Wie wird die CMD behandelt?
Die Vielfalt von Symptomen verdeutlicht, wie unterschiedlich ausgeprägt eine CMD sein kann. Das stellt erhebliche Anforderungen an Diagnostik und Therapie: Eine „One-size-fits-all“-Lösung gibt es nicht, vielmehr sind die Bestandteile der Behandlung immer individuell zusammenzusetzen. Üblicherweise besteht die CMD-Therapie aber aus sechs aufeinanderfolgenden oder auch parallel laufenden Abschnitten:
- Anamnese:
Zur Anamnese gehört neben der detaillierten Erfassung Ihrer akuten körperlichen und seelischen Beschwerden auch eine genaue Erfassung Ihrer Lebenssituation und Ihrer Gemütslage. So neigen etwa Menschen, die unter Stress leiden, dazu, mit den Zähnen zu knirschen, was wiederum eine Ursache der CMD sein bzw. eine bestehende CMD verschlimmern kann. - Okklusionskontrolle:
Bei der Okklusionskontrolle prüfen wir Ihre Zahnkontakte. Diese Untersuchung gibt Aufschluss über Fehlstellungen oder auch über besondere Druckpunkte, die ursächlich für eine CMD sein können. - Beinlängenmessung und Atlasmanipulation:
Auf der Liege prüfen wir, wie sich Ihre Beschwerden auf die Halswirbelsäule, Becken und Beinlängen niederschlagen. In schweren CMD-Fällen kann es sogar zu einer Beinlängendifferenz kommen. - Schienentherapie:
Mithilfe herausnehmbarer Zahnschienen erzielen wir eine temporäre Korrektur Ihrer Bisslage, um zu prüfen, ob sich damit eine Linderung Ihrer Beschwerden einstellt. - Temporärer und fester Zahnersatz:
Stellt sich der gewünschte Effekt mit der Schiene ein, erstellen wir Zahnersatz, der Ihre Bisslage erst temporär und dann schließlich dauerhaft korrigiert. - Therapie im Netzwerk:
Je nach Art und Schwere Ihrer Beschwerden ziehen wir Spezialisten wie Orthopäden, Physiotherapeuten, Osteopathen, Kieferorthopäden oder Psychologen zur Therapie hinzu.
Die Korrektur der Bisslage
Die wichtigste zahnmedizinische Maßnahme zur CMD-Therapie ist die Korrektur der Bisslage, die in vier Schritten verläuft: der Okklusionskontrolle, der Schienentherapie und der Anfertigung von temporärem und schließlich dauerhaftem Zahnersatz.
Okklusionskontrolle
Mit der Okklusionskontrolle stellen wir zunächst fest, wo unerwünschte Zahnkontakte bestehen bzw. wo nötige Zahnkontakte fehlen. Das geschieht ganz einfach, indem wir sie auf färbende Folie beißen lassen. Anhand der Färbung erkennen wir, wo Zähne aufeinandertreffen bzw. wo sie das eben nicht tun. Ursachen für unerwünschte Zahnkontakte können unter anderem Zahnfehlstellungen, schlecht eingesetzter Zahnersatz, hervorstehende Füllungen oder aber durch Knirschen abgeschliffene Kauflächen sein. Mithilfe eines 3D-Scans ermitteln wir anschließend Ihre ideale Bisslage. Nun gilt es, Ihre Zähne diesem Ideal entsprechend anzupassen.
Schienentherapie
Zunächst fertigen wir eine sogenannte Aufbissschiene an, die die Aufgabe hat, die korrekte Bisslage zu simulieren. Sie gleicht also Fehlstellungen aus. Ähnlich einer Alignerschiene [Link] ist die Schiene transparent und herausnehmbar. Für den gewünschten Effekt, sollte sie allerdings so häufig wie möglich getragen und nur zum Essen und zur Mundhygiene entfernt werden. Wenn Sie nach einigen Wochen eine Verbesserung Ihrer Symptome bemerken, ist es an der Zeit, sich von der Schiene zu verabschieden und Ihre Bisslage dauerhaft zu korrigieren.
COPA: Temporärer Zahnersatz
Die Aufbissschiene ist ein guter Indikator für den weiteren Verlauf der CMD-Therapie, aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ihr Nachteil: Sie wird genau dann herausgenommen, wenn die Zähne die meiste Arbeit verrichten — beim Essen. Bevor also eine dauerhafte Korrektur Ihrer Bisslage vorgenommen wird, gehen wir mit temporären COPA-Kronen auf Nummer sicher. Diese Kronen werden vorübergehend auf Ihre Zähne geklebt, sodass Sie den Effekt einer korrigierten Bisslage rund um die Uhr spüren.
Dauerhafte Bisslagenkorrektur
durch festen Zahnersatz
Erst wenn auch diese Maßnahme den gewünschten Erfolg gebracht hat, gehen wir daran Ihre Bisslage durch die Anfertigung von festem Zahnersatz dauerhaft zu korrigieren. Welcher Zahnersatz hier infrage kommt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Die Anpassung von Kronen oder Veneers ist ebenso möglich wie das Einsetzen von Zahnimplantaten.
Netzwerktherapie
Spezialisten mit vereinten Kräften
Abhängig von Art und Schwere der Beschwerden, unter denen Sie leiden, kann es erforderlich sein, weitere Spezialisten zur Therapie hinzuzuziehen. Ihre CMD hat sich bis ins Becken fortgesetzt oder zu einer Beinlängendifferenz geführt? Dann sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen. Sie klagen über extreme Verspannungen in Nacken und Schultern? Dann kann Ihnen ein Physiotherapeut dabei helfen, sie wieder zu lockern. Stress an der Arbeit und im Privatleben hat dazu geführt, dass Sie zum Zahnknirscher wurden? Dann kann Ihnen ein Psychologe dabei helfen, diesen Druck anders und besser zu verarbeiten. Die Zahnärzte am Weddingplatz sind in Berlin gut vernetzt und vermitteln Sie gern weiter. Sie leiden schon seit Jahren an chronischen Schmerzen, ohne zu wissen warum? Dann vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis!
FAQ
Fragen und Antworten zur CMD
Wofür steht CMD?
CMD steht für „craniomandibuläre Dysfunktion“ und bedeutet so viel wie „Fehlfunktion zwischen Schädel und Kiefer“.
Was ist CMD?
Die CMD ist keine Krankheit, sondern ein Beschwerdekomplex, der auf eine Fehlfunktion der Kiefergelenke zurückzuführen ist. Hinter dieser verbergen sich wiederum unterschiedliche Ursachen.
Wie äußert sich die CMD?
Eine CMD kann sich ganz unterschiedlich bemerkbar machen, weshalb sie oft erst nach langer Zeit richtig diagnostiziert wird. Die Beschwerden reichen von Schmerzen im Gesicht und Kopf über Schmerzen und Empfindungsstörungen an Rücken und Gliedmaßen bis hin zu seelischen Verstimmungen oder Schlafstörungen.
Was sind Ursachen der CMD?
Häufige Ursachen sind Dysbalancen im Kiefergelenk, Zahnfehlstellungen oder auch chronische Verspannungen im Schulter und Nackenbereich.
Ist die CMD heilbar?
Da es sich bei der CMD nicht um eine Krankheit handelt, ist sie auch nicht im herkömmlichen Sinne heilbar. In der Therapie geht es darum, Ursachen der Fehlfunktion zu korrigieren oder auch schädliche Verhaltensweisen abzulegen.
Worin besteht die CMD-Therapie?
Nach ausführlicher Anamnese besteht die CMD-Therapie meist aus einer Korrektur der Bisslage durch die Anfertigung von Zahnersatz. Je nachdem, welche Beschwerden vorliegen und welche Ursachen hinter ihnen stehen, kann dies Hand in Hand gehen mit physiotherapeutischen, orthopädischen oder auch psychotherapeutischen Maßnahmen.
Wie lange dauert die CMD-Therapie?
Zwischen der Anamnese und der finalen Versorgung vergehen in der Regel zwischen sechs und zwölf Monate. Physio- oder psychotherapeutische Maßnahmen können aber auch mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die CMD-Therapie?
Nein, leider noch nicht. Die CMD ist erst in den letzten Jahren verstärkt ins Bewusstsein getreten.
Kontakt
Zahnärzte am Weddingplatz MVZ
Reinickendorfer Straße 11
13347 Berlin
rezeption@zahnaerzte-wedding.de
Telefon: 030 - 465 14 49
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